Community

Fanclub

Mitglieder

Aktivitäten

Sponsoren

Satzung

Community

Zeitungsartikel über den Fanclub

Oberhofer WM Journal

Gedichte

Zeitungsartikel über den
Martina Glagow Fanclub

Artikel aus der Zeitung “Fränkischer Tag”

Inspiriert durch das Verfolgungsrennen bei der WM in Oberhof hat sich Biathlon Fan Ulrich Kühn aus Sondershausen ein “Biathlon Gedicht” einfallen lassen. Ich finde es ist ganz gut gelungen, zumal ich noch nichts Vergleichbares gesehen habe :-)

Die Biathletin im Verfolgungsrennen

Die Biathletin ist kein Mann,
sie trotzdem aber schießen kann.
Zuerst erscheint sie etwas dumm,
schleppt immer ihr Gewehr herum.
Doch dann erkennt man ziemlich schnell,
oh nein, die Frau, die ist ganz hell.
Sie will durch Schießen auf die Scheiben
uns besser hier die Zeit vertreiben.

Denn immer nur in Runden rennen,
das sollte man gar nicht verkennen,
bringt nicht so richtig nur alleine,
’ne Menge Leute auf die Beine.

Ein bisschen fehlt dabei der Kick,
deshalb kam man dann auf den Trick,
dass erst zusammen mit dem Schiessen,
lässt sich das Ganze voll genießen.

Weil Schiessen ist ein Element,
wie man’s auch von woanders kennt,
wo Kugeln fliegen, Schüsse knallen,
die Scheiben stehen oder fallen,
der Zufall kommt dabei in’s Spiel,
und das bedeutet ziemlich viel.

Die Reihenfolge für den Start,
im Sprint sie sich ergeben hat.

Sie steht nun da, vor sich 'ne Frau,
der ebenfalls rennen wie 'ne Sau,
und denkt sich still, lass erst mal sehn,
wie heute meine Skier geh’n.
Ich halte mich erst mal zurück,
und warte auf ein bisschen Glück.

Kommt erstmals sie dann von der Strecke,
schmeißt sie sich gleich auf ihre Decke,
und ballert los ganz frisch und frei,
und weil ’ne Fahrkarten dabei,
geht sie gleich auf die Ehrenrunde,
für andere ’ne frohe Kunde.

Hat sie dann diese absolviert,
ist sie doch meist schon leicht düpiert,
nun rast sie los, den Bauch voll Wut,
hofft noch, dass sie noch gewinnen tut.

Der Schnee ist weich, die Spuren tief,
vom Rande jetzt der Trainer rief,
sie solle sich etwas beeilen,
auch zwischenzeitlich nicht verweilen,
weil auch die anderen nicht schlafen,
verschiedentlich auch Scheiben trafen.

Beim nächsten Schießen nun im Steh’n,
da tun ihr Hörn und Sehn vergeh’n
Die Winde weh’n von allen Seiten,
womit sie Sorgen ihr bereiten.

Sie findet nicht zu ihrem Stil,
die Scheiben sind heut nicht ihr Ziel.
Sie denk sich, gottverfluchter Mist,
es heute doch zum Kotzen ist.
Im Training hat es noch geklappt,
da hab ich alle doch geschnappt.

Schlussendlich muss sie aber weiter,
die Stimmung ist nur wenig heiter,
und auch die Flinte auf dem Rücken,
sie ist ihr lästig, tut sie drücken.

So quält sie sich die letzte Runde,
doch horch, da gibt es frohe Kunde,
dass die Rivalen auch nicht besser,
sogleich wird sie auch wieder kesser.
Jetzt steigt das eigne Selbstvertrau’n,
ich lass es mir doch nicht versau’n.

Die Massen brüllen an der Strecke,
jetzt muss sie noch um eine Ecke,
es ist nur noch ein kurzes Stück,
mit letzter Kraft legt sie’s zurück.

Sie stürzt ins Ziel, guckt auf die Uhr,
es fehlen paar Sekunden nur.
Trotzdem ist vorne sie dabei,
und das macht sie doch mächtig high.

Oh,  Gott sei Dank, es ist nun klar,
dass alles nicht umsonst nur war.
Auch die Statistik findet’s gut,
die Funktionäre schöpfen Mut,
vielleicht wird sogar dieses Mal
erhöht noch die Medaillienzahl.

So ist am Ende sie sehr glücklich,
bedankt sich noch mal ganz ausdrücklich,
bei ihrer großen Helferzahl,
sie waren wieder erste Wahl.

(Wenn’s sollte künftig auch so laufen,
könnt sie sich bald ein Auto kaufen.)

____________________________________

Autor:
Ulrich Kühn, Sondershausen